Heilpädagogische Praxis

Heilpädagogin Dorothea Krüger
Dorothea Krüger
Heilpädagogin

Heilpädagogik

Heilpädagogik ist eine Pädagogik für den Notfall (W. Flittner).

Bei der Heilpädagogik handelt es sich um eine integrative, anwendungsbezogene Wissenschaft, die Menschen mit besonderen (Erziehungs-) Bedürfnissen Hilfestellung gibt.

In der heilpädagogischen Arbeit innerhalb der Praxis beschäftige ich mich schwerpunktmäßig mit Kindern und Jugendlichen, deren Entwicklung sich unter erschwerten Bedingungen vollzieht.

Gesundhitszentrum Ostmuensterland Ravensberg

Gesundheitszentrum Harsewinkel
August-Claas-Str. 45
33428 Harsewinkel

0 52 47 – xxxx

  1. Zielgruppe

    Ein Hauptschwerpunkt meiner heilpädagogischen Praxis bildet die Arbeit mit heilpädagogisch bedürftigen Kindern und Jugendlichen.

    Eine heilpädagogische Bedürftigkeit liegt unter anderem vor bei

    Kindern und Jugendlichen, die unter den Auswirkungen von Entwicklungsverzögerungen bedingt durch ihre persönliche Veranlagung, Unfall und/ oder Krankenhausaufenthalte, nicht genügende Lebenserfahrungen, leiden.

    • Frühgeburten
    • Körperbehinderungen, die pädagogische Probleme nach sich ziehen

    Kindern und Jugendlichen, die permanent oder vorübergehend in ihren sensorischen und/oder motorischen und/ oder kognitiven Möglichkeiten beeinträchtigt sind.

    • Geistige Behinderung
    • ADS mit und ohne Hyperaktivität
    • Wahrnehmungsschwierigkeiten

    Kindern und Jugendlichen, die Probleme, Defizite und/ oder Auffälligkeiten in ihrem Verhalten aufweisen. Sie leben meist – bedingt durch ihre individuelle und soziale Lebensgeschichte – in dauernden oder vorübergehenden Einschränkungen ihrer persönlichen Entfaltung.

    • Sehr ängstliche Kinder/Jugendliche
    • Aggressivität
    • Bettnässen
    • Auftreten somatischer Krankheiten
    • Teilleistungsschwächen
    • Aufmerksamkeits- und Konzentrationsdefiziten
  2. Praktisches Vorgehen

    Bevor ein individuelles Förderkonzept erstellt werden kann, sind folgende Erziehungsziele abzuklären:.

    • das generell notwendige Erziehungsziel
    • das individuell mögliche Erziehungsziel
    • das momentan dringliche Erziehungsziel.
  3. Die heilpädagogische Diagnostik

    Ausgangspunkt jeglichen heilpädagogischen Handelns bildet die heilpädagogische Diagnostik. Erst eine in sich abgeschlossene Diagnoseeinheit legitimiert das heilpädagogische Handeln. Außerdem kann nur durch eine exakt durchgeführte Diagnostik die individuelle Methoden- und Materialauswahl, also die didaktisch-methodische Vorgehensweise, bestimmt werden.
    Die heilpädagogische Diagnose besteht aus mehreren zusammenhängendenTeilabschnitten:

    • das Erfassen der Problemstellung;
    • intensive Elterngespräche (Anamnese; Beratungsgespräche);
    • Verhaltensbeobachtungen sowohl im Einzel- als auch im Gruppengeschehen;
    • der medizinischen, pädagogisch-psychologischen Diagnostik;
    • die Anwendung geeigneter Testverfahren und/oder Screenings;
    • der Zusammenarbeit mit Personen, die im engen Kontakt mit dem betroffenen Kind stehen.

    Erst nach der Durchführung und Auswertung sämtlicher aus den Teilabschnitten gewonnener Ergebnisse kann ein individuelles Förderkonzept erstellt werden.

    Im Verlauf der heilpädagogischen Arbeit kann durch die für die/ den Betroffene/n veränderte Situation ein Wechsel der Methoden erforderlich werden. Daher muss das didaktisch-methodische Vorgehen einer ständigen Kontrolle unterliegen.

  4. Methoden

    Bei der Ausarbeitung des individuellen Förderkonzeptes spielen de Fähigkeiten des betroffenen Kindes/ Jugendlichen unter der Berücksichtigung seiner personalen, sozialen und materiellen Umwelt eine entscheidende Rolle.

    Grundlegend für jegliches heilpädagogisches Handeln ist die Stiftung eines erzieherischen Verhältnisses zwischen den Kind/ Jugendlichen und dem/ der Heilpädagogen/in. Beide bilden ein Ganzes und damit ein unabdingbares Fundament

    Zu den in meiner Praxis angewandten Methoden der Heilpädagogik gehören unter anderem:

    • die heilpädagogische Übungsbehandlung
    • die psychomotorische Übungsbehandlung
    • das Training mit sozial unsicheren Kindern
    • das Training mit aggressiven Kindern
    • das heilpädagogische Spiel/ Spieltherapie
    • die sensorische Integrationsförderung
    • Gestalten/ Werken
    • Entspannungsübungen
    • Gesprächspädagogik
    • Tiergestützte Pädagogik durch den Einsatz des Pferdes

    Ob Einzel- oder dynamische Gruppenförderung stattfindet, hängt von der auftretenden Problematik ab. Jedoch wird im Höchstfall nur mit drei Kindern/ Jugendlichen während einer Gruppensitzung gearbeitet. Die tiergestützte Pädagogik findet zu Beginn jedoch nur in Einzelsitzungen statt.

  5. Tiergestützte Pädagogik

    Bei der Tiergestützte Pädagogik werden den Kindern/Jugendlichen/Erwachsenen mit der Unterstützung des Partners Tier ein Rahmen geboten, selbständig zu agieren, Aufträge zu erfüllen. Das Tier hilft bei der Sensibilisierung und Aufarbeitung vorliegender Defizite. Den Schwerpunkt in dieser pädagogischen Arbeit liegt in der Beziehungsanbahnung zwischen Mensch und Tier unter der Berücksichtigung einer sinnesorientierten bzw. wahrnehmungsfördernden Vorgehensweise. Daneben wird dem Kind/Jugendlichen/ Erwachsenen durch die emotionale Annahme durch das Tier ein Raum gegeben, sich in wertfreier Akzeptanz zu bewegen, motorische Fähigkeiten auszubauen, soziale Kontakte knüpfen zu können und die eigene Körpersprache zu trainieren.

    Die Tiergestützte Pädagogik bietet dem Menschen durch den verantwortungsbewussten Umgang mit dem Tier die Möglichkeit

    • sich selber spüren zu können
    • sich im Umgang mit der Umwelt zu üben
    • ein Gefühl für Umwelt und Natur zu entwickeln
    • in sozialen Kontakt zu anderen zu treten.

    Die Tiergestützte Pädagogik wird im Rahmen dieser Praxis als erlebnispädagogische Maßnahme aufgefasst und durchgeführt.

  6. Zielgruppe

    Die Tiergestützte Pädagogik wird bei folgender Problematik eingesetzt:

    • Teilleistungsschwächen
    • geringer Konzentrationsfähigkeit
    • erhöhter Reizbarkeit
    • schulischem Dauerstress
    • Haltungsschwächen (ärztliches Gutachten erforderlich)
    • Beweglichkeitsstörungen (ärztliches Gutachten erforderlich)
    • geringer Belastbarkeit
    • Sprachanbahnung
    • erhöhter Reizbarkeit
    • Auftreten von Ängsten
    • Übergewicht
    • geringem Selbstwertgefühl/ Selbstbewusstsein
    • Therapiemüdigkeit
  7. Methoden d. Tiergestützten Pädagogik

    Die Methoden der Tiergestützten Pädagogik werden individuell auf die Fähigkeiten und Bedürfnisse des Kindes/ Jugendlichen/ Erwachsenen abgestimmt. Sie gliedern sich in folgende Bereiche:

    • Kontaktaufnahme mit dem Tier
    • Putzen und Satteln des Pferdes
    • Reiten /Voltigieren in der Halle oder auf dem Sandplatz
    • Versorgen des Pferdes nach dem Reiten/ Voltigieren
    • Verabschiedung vom Tier

    Der Kontakt und die Arbeit mit dem Tier findet –zumindest in der Anfangsphase- nur einzeln, das bedeutet, nur mit einem Kind statt. Im Verlauf der Förderung sind gruppendynamische Prozesse durchaus erwünscht.

  8. Dauer

    Die Arbeit mit den Tieren findet das gesamte Jahr hindurch statt. Ausnahmen bilden die Praxisferien. Ich strebe bei dieser Arbeit die enge Einbeziehung der Umwelt an und versuche, soweit wie möglich, mit den Kindern/ Jugendlichen und dem Pferd in der freien Natur zu arbeiten. Bei schlechtem Wetter stehen zwei Reithallen zur Verfügung.

    Die Dauer jeder einzelnen Therapiestunde richtet sich nach den Bedürfnissen des Kindes/ Jugendlichen. Ich biete folgende zeitliche Einheiten an:

    Der Preis pro Einheit richtet sich nach dem zeitlichen Volumen. Bei Verhinderung des Kindes/ Jugendlichen (z.B. durch Krankheit) ist die Therapiestunde  zeitig genug (mindestens am Tag des ausgemachten Termins von den Eltern/ Erziehungsberechtigten telefonisch abzusagen. Erfolgt keine Benachrichtigung, wird die Therapiestunde in Rechnung gestellt.

  9. Kostenübernahme

    Heilpädagogische Förderung

    • durch das zuständige Jugendamt
    • durch das zuständige Sozialamt
    • Selbstzahler
  10. Interdisziplinäre Arbeit

    Heilpädagogik ist in ihrem Aufbau immer mehrdimensional zu betrachten. Ohne Mitwirkung der differenziert zu handhabenden fachdiagnostischen und fachspezifischen Untersuchungsmethoden bleibt sie ein Stückwerk. Daher steht die Praxis in ständigem Austausch mit anderen beruflichen Fachrichtungen (Medizinern, Therapeuten, Psychologen, Pädagogen….).

    Bei Wunsch der Eltern (Befreiung der Schweigepflicht) stelle ich den Kontakt zu Kindergärten und Schulen her. Ich begleite Eltern zu Schulsprechtagen.

    Die Aufgabe der Heilpädagogik ist es, „Anwalt“ für die Belange und Interessen des beeinträchtigten Menschen zu sein. Die Kooperation mit Vertretern anderer Fachdisziplinen hilft, ein besseres und erweitertes Verständnis für die Lebensumstände des betroffenen Kindes/Jugendlichen aufzubringen. Die Gefahr des Unverstandenbleibens seiner Befindlichkeit und damit verbunden ein an seinen Bedürfnissen „Vorbeitherapieren“ kann somit verringert werden.

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